USV und Wechselrichter müssen kurzzeitige Leistungsspitzen verkraften, ohne auf Überlast oder Bypass umzuschalten.
USV-Lösungen für Aufzugsanlagen
Damit der Aufzug bei Stromausfall kontrolliert die nächste Haltestelle erreicht
Bei einem Netzausfall muss klar definiert sein, was der Aufzug noch leisten soll: Steuerung und Kommunikation aufrechterhalten, Türen öffnen, eine festgelegte Haltestelle anfahren oder mehrere Aufzüge nacheinander evakuieren.
ERREPI plant und liefert USV-Lösungen für Aufzugsanlagen. Wir betrachten dabei nicht nur die Motorleistung, sondern auch Antrieb, Frequenzumrichter, Lastverlauf, mögliche Rückspeisung, gewünschte Fahrsequenz, Batteriereserve, Schnittstellen, Einbauort und Wartung.
Für Neubau, Modernisierung, Austausch und Erweiterung bestehender Anlagen.
Anwendung zuerst
Was soll der Aufzug bei einem Stromausfall noch leisten?
Nicht jede Aufzugsanlage benötigt dieselbe Notstromlösung. Entscheidend ist, welche Komponenten versorgt werden müssen und welche Reaktion bei einem Netzausfall vorgesehen ist.
Aufzugssteuerung, Kommunikation, Meldungen, Kabinenbeleuchtung, Türantrieb oder Notrufsystem passend zu Spannung, Last und Überbrückungszeit versorgen.
USV für Steuerung und Kommunikation prüfen EvakuierungKontrollierte Rückhol- oder EvakuierungsfahrtWenn die Kabine eine definierte Haltestelle erreichen und die Türen öffnen soll, müssen Antrieb, Frequenzumrichter, Beladung und Rückspeisung berücksichtigt werden.
Evakuierungsfahrt auslegen lassen AufzugsgruppeMehrere Aufzüge koordiniert versorgenBei Aufzugsgruppen kann eine festgelegte Reihenfolge sinnvoll sein. Fahrsequenz, Priorisierung, Signale und Batteriereserve werden gemeinsam geplant.
Aufzugsgruppe prüfen lassen BestandBestehende Anlage ersetzenBei älteren oder ausgefallenen USV-Systemen prüfen wir Anschlussdaten, Last, Batteriekonzept, Schnittstellen, Dokumentation und mögliche Nachfolgelösungen.
Ersatz für vorhandene USV anfragenBei mehreren Aufzügen sind sequenzielle Evakuierungsfahrten eine etablierte technische Möglichkeit. Die konkrete Steuerung muss projektspezifisch abgestimmt werden.
Mehr als Motorleistung und kVA
Warum eine Aufzugs-USV besonders sorgfältig ausgelegt werden muss
Aufzüge erzeugen dynamische Lasten. Der Leistungsbedarf während Anfahren, Fahren, Bremsen und Türbewegung kann sich erheblich unterscheiden. Deshalb lässt sich eine geeignete USV nicht allein anhand der Nennleistung des Motors auswählen.
Hersteller, Typ, Anschlussart und Betriebsweise des Frequenzumrichters gehören zu den wichtigsten Auslegungsdaten.
Moderne Aufzugsantriebe können Energie zurückspeisen. Nicht jede USV kann diese Energie aufnehmen oder kontrolliert abführen.
Antriebsart, Fahrtrichtung und Beladung beeinflussen das Lastprofil. Ein hydraulischer Aufzug stellt andere Anforderungen als ein Seilaufzug.
Maßgeblich sind geplante Fahrten, Türbewegungen, Hilfsverbraucher, Alterungsreserve und verfügbare Kapazität nach der ersten Fahrt.
Maschinenraum, Schaltschrank und Schacht unterscheiden sich hinsichtlich Platz, Temperatur, Luftführung und Servicezugang.
Auch unvollständige Unterlagen reichen für eine erste Einschätzung.
Zusammenspiel der Komponenten
Beispielhafter Aufbau einer USV-Lösung für Aufzüge
Öffentliches Netz / vorhandene Netzersatzanlage
|
v
Einspeisung und Schutzkonzept
|
v
USV mit Batteriesystem
|
+--------------+--------------+
v v v
Aufzugssteuerung Frequenzumrichter Hilfsverbraucher
| | Tür / Licht / Signale
+--------------+--------------+
v
Aufzugsanlage
|
v
Meldungen an Steuerung oder GLT
Die USV stellt die benötigte elektrische Versorgung bereit. Die eigentliche Fahrlogik und Freigabe der Rückhol- oder Evakuierungsfahrt werden mit der Aufzugssteuerung abgestimmt.
Je nach Anlage werden nur Steuerung und Hilfsverbraucher oder zusätzlich Frequenzumrichter und Antrieb versorgt. Bei mehreren Aufzügen kann eine übergeordnete Freigabe dafür sorgen, dass die Anlagen nacheinander fahren.
Besonders wichtig ist die Prüfung, wie mit möglicher Rückspeiseenergie umgegangen wird. Dafür kommen abhängig von Antrieb und System eine geeignete USV, ein entsprechendes Energiemanagement oder andere projektspezifische Maßnahmen infrage.
Die Darstellung zeigt ein Prinzip. Schaltung, Schutzkonzept, Schnittstellen und Verantwortlichkeiten werden für jede Aufzugsanlage separat abgestimmt.
Daten für die Auslegung
Diese Angaben benötigen wir für eine belastbare Empfehlung
| Bereich | Benötigte Angaben |
|---|---|
| Gewünschte Funktion | Nur Steuerung absichern, Rückholfahrt, Evakuierungsfahrt, weitere Fahrbereitschaft oder Versorgung mehrerer Aufzüge. |
| Aufzugsanlage | Hersteller, Typ, Baujahr, Anzahl der Aufzüge, Traglast, Haltestellen und Förderhöhe. |
| Antrieb | Seil- oder Hydraulikaufzug, Motorleistung, Nennstrom und Anlaufverhalten. |
| Frequenzumrichter | Hersteller, Modell, Datenblatt, Eingangs- und Ausgangsdaten. |
| Rückspeisung | Rückspeiseeinheit, Bremswiderstand oder derzeit unbekanntes Verhalten. |
| Netzanschluss | Spannung, Phasen, Absicherung, Anschlussleistung und vorhandene Netzersatzanlage. |
| Fahrsequenz | Zielhaltestelle, Anzahl der Fahrten, Beladungsannahme und Reihenfolge mehrerer Aufzüge. |
| Hilfsverbraucher | Steuerung, Türen, Licht, Notruf, Kommunikation und weitere Verbraucher. |
| Aufstellort | Maschinenraum, Schaltschrank oder Technikbereich, Temperatur, Platz und Luftführung. |
| Bestand | Vorhandene USV, Batterien, Schaltplan, Fotos, Störungsmeldungen und Prüfprotokolle. |
| Projekt | Neubau, Modernisierung, Ersatz, Standort und gewünschter Umsetzungstermin. |
Nicht alle Angaben müssen bei der ersten Anfrage vorliegen. Fotos von Typenschildern, Frequenzumrichter, Steuerung und vorhandener USV helfen häufig bereits bei der technischen Einordnung.
Von den Anlagendaten zur funktionierenden Lösung
So plant ERREPI eine Aufzugs-USV
- 01
Aufgabe und Schutzziel klären
Wir erfassen, was die Aufzugsanlage bei Netzausfall leisten soll und welche Komponenten dafür versorgt werden müssen.
- 02
Last und Antrieb prüfen
Wir betrachten Motor, Frequenzumrichter, Lastspitzen, Fahrtrichtung, mögliche Rückspeisung und vorhandene Mess- oder Herstellerdaten.
- 03
USV und Batterie dimensionieren
Auf Basis der geplanten Fahrsequenz ermitteln wir Leistung, Überlastfähigkeit, Batteriekapazität, Reserve und geeignetes Anlagenkonzept.
- 04
Schnittstellen und Einbau abstimmen
Wir berücksichtigen Meldekontakte, Freigaben, Umschaltung, Bypass, Aufstellort, Anschlussraum, Luftführung und Servicezugang.
- 05
Umsetzung und Betrieb begleiten
Je nach Projekt unterstützen wir bei Lieferung, Einbindung, Inbetriebnahme, Funktionstest, Dokumentation, Wartung und späterem Batterietausch.
Passend zum Schutzziel
Typische USV-Konzepte für Aufzugsanlagen
Für Steuerung, Kommunikation, Türen oder definierte Hilfsverbraucher.
- ein- oder dreiphasiger Anschluss
- zu versorgende Verbraucher
- Überbrückungszeit
- Meldekontakte und Statussignale
- Einbauraum und Batterie
Für Aufzüge, die bei Netzausfall noch eine definierte Fahrt ausführen sollen.
- Motor- und Umrichterdaten
- dynamische Lastspitzen
- regenerative Last
- Fahrtrichtung und Beladung
- Batterie- und Alterungsreserve
Für Gebäude mit mehreren Aufzügen und festgelegter Evakuierungsreihenfolge.
- Anzahl und Leistung der Aufzüge
- gleichzeitiger oder sequenzieller Betrieb
- Priorisierung
- Signal- und Freigabekonzept
- Reserve für Wiederholungsfahrten
Für veraltete, gestörte oder nicht mehr unterstützte USV-Systeme.
- Anschluss- und Leistungsdaten
- aktuelle Last
- Alter und Zustand der Batterien
- Kompatibilität der Schnittstellen
- Bypass und Einbauraum
Auf dieser Seite steht die technische Qualifizierung im Vordergrund. Eine normale Online-USV für Server ist nicht automatisch für einen Aufzugsantrieb oder eine regenerative Last geeignet.
Betriebssicherheit nach der Inbetriebnahme
Eine Aufzugs-USV muss auch Jahre später noch funktionieren
Batterien altern, Lasten verändern sich und Störungen bleiben ohne Überwachung häufig unbemerkt. Deshalb sollte bereits während der Projektierung geklärt werden, wie Prüfung, Wartung, Batterietausch und Störungsmeldungen organisiert werden.
Prüfung von Betriebszustand, Fehlerspeicher, Batterie, Umgebung, Lüftung, Last und Meldungen.
Auswahl geeigneter Ersatzbatterien, Austausch, Funktionstest und geordnete Entsorgung.
Einordnung von Alarmen, Umschaltproblemen, kurzer Laufzeit, Batteriefehlern oder unerwartetem Abschalten.
Einbindung von potentialfreien Kontakten, Netzwerkadaptern oder vorhandener Gebäudeleittechnik.
Bewertung, ob Reparatur, Batterietausch oder Austausch der gesamten Anlage sinnvoller ist.
Typischer Projektfall
Mehrere Aufzüge sollen bei Stromausfall nacheinander evakuiert werden
In einem Gebäude sind mehrere Aufzugsanlagen vorhanden. Bei einem Netzausfall sollen die Aufzüge nicht gleichzeitig fahren, sondern in einer definierten Reihenfolge eine sichere Haltestelle erreichen und die Türen öffnen.
Für die Auslegung werden die Antriebs- und Umrichterdaten jedes Aufzugs aufgenommen. Anschließend wird geprüft, welcher Aufzug Priorität hat, welche Lastzustände zugrunde gelegt werden und wie viele Fahrten aus der Batterie möglich sein müssen.
Auf dieser Basis werden USV-Leistung, Batteriereserve, Umschaltung und Freigabesignale festgelegt. Die sequenzielle Versorgung kann vermeiden, dass die USV auf die gleichzeitige Spitzenleistung aller Aufzüge dimensioniert werden muss. Die konkrete Umsetzung wird mit Aufzugssteuerung und Elektroplanung abgestimmt.
Projekt schneller prüfen
Checkliste für die Auslegung einer Aufzugs-USV
Mit dieser Checkliste erfassen Sie die wichtigsten Informationen für eine erste technische Einschätzung.
- Welche Funktion wird bei Stromausfall erwartet?
- Wie viele Aufzüge sollen versorgt werden?
- Welcher Aufzugstyp und Antrieb sind vorhanden?
- Welche Motorleistung und welcher Nennstrom sind angegeben?
- Welcher Frequenzumrichter wird verwendet?
- Ist eine Rückspeiseeinheit oder ein Bremswiderstand vorhanden?
- Welche Verbraucher müssen zusätzlich versorgt werden?
- Wie viele Fahrten oder Fahrsequenzen sind erforderlich?
- Welche Netz- und Anschlussdaten liegen vor?
- Wo können USV und Batterien aufgestellt werden?
- Gibt es eine Netzersatzanlage?
- Welche Schaltpläne, Datenblätter und Fotos sind vorhanden?
FAQ
Häufige Fragen zu USV-Anlagen für Aufzüge
Kann ich für einen Aufzug eine normale Standard-USV verwenden?
Nicht ohne technische Prüfung. Aufzugsantriebe können dynamische Lastspitzen und je nach Antrieb rückgespeiste Energie erzeugen. USV, Frequenzumrichter, Batterie und gewünschte Fahrsequenz müssen deshalb aufeinander abgestimmt werden.
Wie wird die benötigte USV-Leistung berechnet?
Die Motorleistung ist nur ein Ausgangswert. Zusätzlich werden Nennstrom, Anfahr- und Überlastverhalten, Frequenzumrichter, Fahrtrichtung, Beladung, Rückspeisung und weitere Verbraucher betrachtet.
Wie lange muss die Batterie überbrücken?
Das hängt vom Schutzziel ab. Bei einer Evakuierungsversorgung ist häufig die Anzahl definierter Fahrten wichtiger als eine pauschale Laufzeit in Minuten.
Braucht jeder Fahrstuhl eine eigene USV?
Nicht grundsätzlich. Abhängig von Anlagenleistung, Steuerung und gewünschter Fahrsequenz können einzelne USV-Systeme oder eine zentrale Versorgung infrage kommen.
Können mehrere Aufzüge nacheinander evakuiert werden?
Ja, sofern Steuerung, Freigaben und USV-Konzept dafür ausgelegt sind. Reihenfolge und Batteriereserve müssen während der Projektierung festgelegt werden.
Kann eine vorhandene USV ersetzt werden?
In vielen Fällen ja. Hilfreich sind Typenschilder der vorhandenen USV, der Batterien, des Motors und des Frequenzumrichters sowie Fotos, Schaltpläne und eine Beschreibung der bisherigen Funktion.
Kann die Aufzugs-USV mit einer Netzersatzanlage kombiniert werden?
Das ist projektspezifisch möglich. Dabei müssen Umschaltzeiten, Prioritäten, Rückkehr des Netzes, vorhandene Steuerungen und die gewünschte Funktion während des Generatorstarts berücksichtigt werden.
Übernimmt ERREPI die Aufzugsabnahme?
ERREPI unterstützt bei USV-Auslegung, Lieferung, Einbindung, Inbetriebnahme und Service im vereinbarten Umfang. Die Leistung ersetzt keine Aufzugsplanung, Elektro- oder Brandschutzplanung, Gefährdungsbeurteilung oder erforderliche Abnahme durch die jeweils verantwortlichen Stellen.