USV-Wissen

USV-Lexikon

Definitionen zu unterbrechungsfreier Stromversorgung, Batterie, Bypass, Netzqualität, Redundanz und USV-Klassifizierung.

Dieses Lexikon erklärt zentrale Begriffe rund um unterbrechungsfreie Stromversorgung, Batterien, Bypass, Netzqualität, Redundanz und Normbezeichnungen in einheitlicher Form.

A

Aktiver Bereitschaftsbetrieb

Siehe Off-line-USV.

Aufstellhöhe

Höhe des Aufstellortes einer Anlage über dem Meeresspiegel. USV-Systeme sind serienmäßig häufig für den Betrieb bis 1000 m über Normalnull und Umgebungstemperaturen bis +40 °C ausgelegt. Bei größeren Aufstellhöhen sinkt die Kühlwirkung; dadurch kann eine Reduzierung der zulässigen Umgebungstemperatur oder der nutzbaren Leistung erforderlich werden.

Ausfallabstand, mittlerer

Mean Time Between Failures (MTBF): statistischer Mittelwert der ausfallfreien Betriebszeit einer Anlage. Er ist der Kehrwert der Ausfallrate.

Ausfallrate

Wahrscheinlichkeit pro Zeitintervall, dass ein bis zu einem Zeitpunkt funktionsfähiges System im folgenden Zeitintervall ausfällt.

Ausfallzeit, mittlere

Mean Down Time (MDT): mittlere Zeitspanne vom Ausfall eines Systems bis zur Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft.

Ausgang 1-phasig

Ausgelegt für Wechselstrom 230 V mit Phase, Schutzleiter und Neutralleiter.

Ausgang 3-phasig

Ausgelegt für Drehstrom 400 V mit drei Phasen, Schutzleiter und Neutralleiter.

Ausgangskurzschlussstrom

Strom, der bei einem Kurzschluss über die Ausgangsanschlüsse der USV fließt.

Ausgangsleistung

Wirkleistung, die an den Ausgangsanschlüssen dauerhaft oder als zeitlich begrenzte Überlast abgegeben werden kann. Üblicherweise werden Scheinleistung und der minimal zulässige Leistungsfaktor angegeben.

Automatic Voltage Regulation (AVR)

Automatische Spannungsregelung. In USV-Systemen erfolgt sie häufig über Elektronik oder relaisgeschaltete Transformatorwicklungen. AVR erweitert den praktisch nutzbaren Toleranzbereich der Eingangsspannung über die üblichen Normtoleranzen hinaus.

Autonomiezeit

Mindestzeit, für die eine USV die angeschlossene Last unter festgelegten Betriebsbedingungen versorgt, wenn bei Netzausfall die Energiespeicher voll geladen sind.

Autonomiezeit im Rechner prüfen: Last, Reserve, Batteriezustand und passende ERREPI Shop-Einstiege durchspielen.

B

BAE

Batterieanschlusseinheit.

Batterie

In einer USV versorgt die Batterie den Wechselrichter, wenn das Netz ausfällt. Wichtige Auslegungsparameter sind gewünschte Überbrückungszeit, Leistungsaufnahme des Wechselrichters, Zwischenkreisspannung, Entladeschlussspannung und verfügbare Ladespannung. Typische Batterietypen sind verschlossene, geschlossene und offene Batterien.

Batteriekapazität

Die Nennkapazität einer Batterie ist die Kapazität, die bei definierter Entladedauer, Temperatur, Elektrolytdichte und Entladeschlussspannung abgegeben werden kann. Bei USV-Anwendungen ist die entnehmbare Kapazität wegen kurzer Entladezeiten oft deutlich geringer als die Nennkapazität. Für die Dimensionierung werden Entladeleistungskurven des Herstellers benötigt.

Batterien geschlossen / wartungsarm

Batterien, bei denen Elektrolytflüssigkeit über Öffnungen im Batteriegehäuse mit destilliertem oder entmineralisiertem Wasser ergänzt werden kann. Dieser Typ wird teilweise auch als offen bezeichnet.

Batterien verschlossen / wartungsfrei

Batterien mit hoher Gasrekombinationsrate, bei denen während der vorgesehenen Lebensdauer kein Nachfüllen von Wasser erforderlich ist. Sie werden im Allgemeinen als wartungsfrei bezeichnet.

Batterieraum

Raum für größere Batterieanlagen im Gebäude. Anforderungen an Ausstattung und Sicherheit ergeben sich unter anderem aus einschlägigen DIN-VDE-Regelwerken.

Battery low

Vorwarnsignal vor Erreichen der Tiefentladegrenze der Batterie.

Bereitschaftsredundante USV

Redundante USV, bei der ein oder mehrere USV-Blöcke in Bereitschaft geschaltet sind und bei Ausfall eines aktiven Blocks übernehmen.

Beständige Versorgung

Stromversorgung einer Last, bei der Spannung und Frequenz innerhalb festgelegter Toleranzen bleiben. Verzerrungen und kurzzeitige Unterbrechungen müssen innerhalb der für die Last zulässigen Grenzen liegen.

Betriebsdauer einer Batterie

Zeitdauer, während der eine Batterie trotz Kapazitätsverlust durch Alterung, Lagerung und Temperatureinwirkung noch ausreichend Kapazität für ihre Aufgabe besitzt. In USV-Anwendungen wird häufig von Nenngebrauchsdauer gesprochen.

Blackout

Totaler Spannungsausfall.

Bleibatterie

Bleiakkumulator mit Elektrodenplatten und Schwefelsäure als Elektrolyt. In USV-Anlagen werden Bleibatterien häufig als Energiespeicher eingesetzt. Eine einzelne Zelle hat eine Nennspannung von 2,0 V. Man unterscheidet unter anderem wartungsarme und wartungsfreie Typen.

Blindschaltbild

Übersichtsschaltbild aus Funktionsgruppen, teilweise in Betriebsanzeigen verwendet.

Booster / Booster Stage

Zusatzspannung oder Spannungsverstärker. In USV-Systemen kann ein Booster zur Anhebung der Ausgangsspannung über elektronische Schaltungen eingesetzt werden.

Brownout

Kurzzeitige Netzspannungsabsenkung.

Buck & Boost

Spannungsaufbereitung, die Spannungsspitzen und Spannungseinbrüche glättet. Sinkt die Spannung unter einen festgelegten Wert, hebt die Boost-Funktion sie wieder an; bei Überspannung reduziert Buck die Spannung.

Bypass

Alternativer Strompfad, der Gleichrichter und Wechselrichter umgehen kann. Er dient je nach System zum Umschalten auf Netzversorgung, Wartung oder Störungsüberbrückung.

C

CFR-Technik

Controlled-Ferro-Resonant-Power-USV: USV-Technik, deren Eigenschaften durch einen geregelten Spannungskonstanthalter auf Basis des Ferroresonanzprinzips bestimmt werden.

Chopper

Wörtlich Zerhacker. In der Leistungselektronik ein Gleichstromsteller oder Teil eines getakteten Gleichrichters, der Gleichspannung schaltet und über weitere Bauteile transformiert oder regelt.

Converter

Energieumwandler im Leistungskreis einer USV.

Cos Phi

Siehe Leistungsfaktor.

Crestfaktor

Verhältnis des Spitzenstroms zum Effektivwert des Stromes. Hohe Spitzenströme sind typisch für Netzteile. Der Gesamt-Crestfaktor angeschlossener Verbraucher darf den im USV-Datenblatt angegebenen Wert nicht überschreiten.

D

Dauerbetrieb

Betriebsart, bei der Verbraucher bereits im ungestörten Netzbetrieb über Gleichrichter und Wechselrichter versorgt werden. Typisch für Online- oder Doppelwandler-USV.

Dauerladung

Siehe Erhaltungsladung.

DC-USV

Unterbrechungsfreie Gleichstromversorgung. Gegenüber einer klassischen USV fehlt der Wechselrichter für Wechselstromausgang.

Deltawandler

USV-Technik mit begrenzter Spannungsaufbereitung und ohne vollständigen Frequenzausgleich. Der Begriff wird im Umfeld von Line-Interactive- oder Delta-Conversion-Konzepten verwendet.

DI-Box

Direct Injection Box. Übertrager mit galvanischer Trennung zur Kopplung von Audiosignalen. Nicht USV-spezifisch, aber ein Beispiel für galvanisch getrennte Signalübertragung.

Dual Conversion / Double Conversion

Doppelumwandlung. Klassische Online-USV mit getrennten Stromrichtern zur Gleich- und Wechselrichtung; entspricht der echten Online-USV.

Dynamik

Schnelles Nachregeln einer Anlage nach Änderungen wie Lastaufschaltung, damit spezifizierte Ausgangswerte wieder erreicht werden.

Dynamische USV

USV, bei der die Lastversorgung mithilfe einer rotierenden Maschine und eines Wechselrichters realisiert wird. Gegensatz: statische USV.

E

Eco-Mode

Wählbare Energiesparschaltung zur Verbesserung des Wirkungsgrads von USV-Systemen. Dabei ist zu prüfen, ob die Betriebsart zur geforderten Versorgungssicherheit passt.

Eingang 1-phasig

Ausgelegt für Wechselstrom 230 V mit Phase, Schutzleiter und Neutralleiter.

Eingang 3-phasig

Ausgelegt für Drehstrom 400 V mit drei Phasen, Schutzleiter und Neutralleiter.

Einzel-USV

Normbegriff für eine USV, die nur einen USV-Block enthält.

Einzelwandlertechnik

Single Conversion. Siehe Umkehrstromrichter.

EMV

Elektromagnetische Verträglichkeit. Elektromagnetische Störungen sind unerwünschte elektrische Einflüsse, die USV und Verbraucher beeinflussen oder von ihnen ausgehen können. Filter und geeignete Konstruktion begrenzen diese Störungen.

Erhaltungsladung

Ladespannung, mit der Batterien im voll geladenen Zustand gehalten werden. Richtwerte hängen von Batterietyp und Temperatur ab; Herstellerangaben sind maßgeblich.

Ersatzstromversorgung

Energieversorgung, die eine Netzversorgung bei Netzausfall ersetzt, zum Beispiel USV-Anlagen, Netzersatzanlagen oder Sofortbereitschaftsaggregate.

EUE

Energieumschalteinrichtung. Siehe Bypass.

F

Fehlerabstand, mittlerer

Mean Time Between Failures (MTBF). Siehe Ausfallabstand, mittlerer.

Fehlerfolgekosten

Kosten zur Vermeidung, Entdeckung oder Behebung von Fehlern. Dazu zählen Verhütungskosten, Prüfkosten und Ausfallkosten.

Ferro-Resonante-Power-USV

USV, deren Eigenschaften durch einen magnetischen Spannungskonstanthalter nach dem Ferroresonanzprinzip bestimmt werden. Typische Merkmale sind sinusförmige Ausgangsspannung und kurzzeitige Energiespeicherung.

Festanschluss / Festverdrahtung

Elektrischer Anschluss auf Klemmen statt über Steckverbindung.

Filterkreis

Schaltung mit Durchlass- und Sperrbereich für Frequenzen. In USV-Wechselrichtern reduzieren Filterkreise Oberschwingungen und Funkstörungen der Ausgangsspannung.

Frequenzgenauigkeit

Genauigkeit der Wechselrichterfrequenz. Bei Eigentaktung liegt sie typischerweise deutlich genauer als die Netzfrequenz.

Frequenzumrichter

Betrieb, bei dem ein USV-Gerät Netzfrequenz umsetzt, zum Beispiel von 50 Hz auf 60 Hz oder umgekehrt. Nicht jedes Gerät ist dafür in jeder Betriebsart geeignet.

Funkstörung

Hochfrequente Störung des Funkempfangs durch unerwünschte elektromagnetische Schwingungen.

G

Galvanische Trennung

Trennung zweier Stromkreise ohne leitende Verbindung. Die Übertragung erfolgt zum Beispiel über magnetische Kopplung in Transformatoren oder über Optokoppler.

Geräuschpegel

Siehe Schalldruckpegel.

Gleichrichter

Stromrichter, der aus Wechselstrom Gleichstrom erzeugt. In USV-Anlagen versorgt er den Zwischenkreis, den Wechselrichter und die Batterieladung.

Gleichrichter 6-pulsig

Gleichrichterschaltung mit typischem Oberschwingungsanteil, der je nach System und Netzbedingungen zu bewerten ist.

Gleichrichter 12-pulsig

Gleichrichterschaltung mit im Vergleich zu 6-pulsigen Gleichrichtern reduziertem Oberschwingungsanteil.

Glättungsdrossel

Drossel zur Verringerung der Welligkeit im Gleichstromkreis.

H

Halblast-Parallelbetrieb

Parallelbetrieb zweier leistungsgleicher USV-Blöcke, bei dem jeder Block im Normalbetrieb einen Teil der Last führt. Bei Ausfall eines Blocks übernimmt der andere die Versorgung.

Halbleitersicherung

Sehr schnell ansprechende Sicherung zum Schutz von Leistungshalbleitern.

Haltezeit

Siehe Überbrückungszeit.

Handumgehung

Siehe Wartungsbypass.

HE-Mode

High Efficiency Mode: wählbare Energiesparschaltung zur Verbesserung des Wirkungsgrads von USV-Systemen.

Hochsetzsteller / Hochsetzwandler

Boost Converter oder DC/DC-Step-up-Schaltung, die eine Ausgangsspannung über die Eingangsspannung hinaus anhebt.

Hot Swap

Austausch von Komponenten, zum Beispiel Batterien, ohne Unterbrechung der Versorgung angeschlossener Verbraucher.

Höheneinheit (HE)

Maßeinheit für 19-Zoll-Geräte. 1 HE entspricht 44,45 mm.

I

IEC 62040-3

Norm zur Klassifizierung und Bewertung des Betriebsverhaltens von USV-Systemen.

IGBT

Insulated Gate Bipolar Transistor: moderner Leistungstransistor, der geringe Ansteuerleistung mit günstigen Durchlass- und Schalteigenschaften verbindet.

Induktion

Übertragung elektrischer Energie oder Signale über ein Magnetfeld, zum Beispiel in Transformatoren.

Interner Shutdown

Abschaltung der USV bei Erreichen der Tiefentladegrenze. IT-Systeme sollten vorher geordnet heruntergefahren werden, meist über USV-Software und Schnittstellen.

Inverter

Wechselrichter; wandelt Gleichstrom in Wechselstrom.

I²t-Wert

Joule-Integral: Integral des Stromquadrats über ein Zeitintervall. Relevant für die thermische Beanspruchung und Sicherungsauslegung.

J

Java

Programmiersprache und Laufzeitplattform. Historisch wurde Java häufig für betriebssystemunabhängige Management- und Service-Software eingesetzt.

K

Kapazität

Siehe Batteriekapazität.

Klirrfaktor

Verhältnis des Effektivwerts aller Oberschwingungen zum Gesamteffektivwert der Wechselspannung. Maß für die Abweichung vom idealen Sinusverlauf.

Kommutierung

Übergang des Stroms von einem Zweig eines Stromrichters auf einen anderen. Während der Überlappungszeit können beide Zweige gleichzeitig Strom führen.

Kontakte, potentialfrei

Konfigurierbare Hilfskontakte für Anwenderfunktionen, elektrisch getrennt vom überwachten Stromkreis.

Kurzschlussstrom

Siehe Ausgangskurzschlussstrom.

L

Ladefaktor

Verhältnis der für eine Volladung erforderlichen elektrischen Ladungsmenge zur zuvor entnommenen Ladungsmenge. Er beschreibt den reziproken Ladewirkungsgrad.

Leistung der USV

Siehe Ausgangsleistung.

Leistungsfaktor der Last

Verhältnis von Wirk- zu Scheinleistung bei sinusförmiger Spannung.

Line Conditioner

Gerät oder Funktion zum Ausgleich von Spannungsschwankungen.

Line-Interactive

USV-Technologie, bei der ein Umrichter parallel zum Versorgungsnetz arbeitet und die Batterie lädt. Neue Klassifizierung: VI.

Line-Interactive-USV

Unscharfer älterer Begriff für USV-Systeme mit interaktivem Netzbetrieb. Für die genaue Einordnung ist die IEC-Klassifizierung, zum Beispiel VI, aussagekräftiger.

Load

Last oder Lastwiderstand.

Load Power Factor

Leistungsfaktor der angeschlossenen Verbraucher bzw. der Last.

M

MDT

Mean Down Time. Siehe Ausfallzeit, mittlere.

Mehrblockanlage

USV-System aus mehreren parallelgeschalteten Blöcken. Es wird zwischen Leistungsparallelbetrieb zur Erhöhung der Ausgangsleistung und Redundanzparallelbetrieb zur Erhöhung der Betriebssicherheit unterschieden.

Mitlaufbetrieb

Siehe Off-line-USV.

Modularer Aufbau

Modulbauweise, bei der Leistung und Autonomiezeit einer USV erweitert oder angepasst werden können.

Monitoring

Überwachung einer USV-Anlage durch integrierte Elektronik, Schnittstellen, Ereignisspeicher, Fernüberwachung oder Managementsoftware.

MTBF

Mean Time Between Failures: statistisch ermittelte mittlere Zeit zwischen zwei Ausfällen.

MTTR

Mean Time To Repair: mittlere Reparaturzeit.

N

NEA

Netzersatzanlage. Siehe Notstromaggregat.

Nennleistung

Unter Nennbedingungen abgegebene Scheinleistung einer USV-Anlage, üblicherweise in kVA.

Netzrückschalteinrichtung (NRE)

Siehe Umschalteinrichtung.

Netzrückwirkung

Ungünstige Einflüsse auf Wechsel- oder Drehstromnetze durch nichtsinusförmige oder phasenverschobene Ströme, zum Beispiel Oberschwingungen des Gleichrichters.

Netzstrom

Stromaufnahme der USV aus dem Netz. Die Kurvenform hängt unter anderem von Gleichrichterschaltung und Aussteuerung ab.

Nichtlineare Last

Verbraucher, deren Impedanz strom- oder spannungsabhängig ist. Sie nehmen nichtsinusförmige Ströme auf, erzeugen Oberschwingungen und können die Spannungskurvenform beeinflussen.

Notstromaggregat

Anlage aus Motor und Generator, häufig Dieselaggregat, zur Versorgung kritischer Lasten bei längerem Netzausfall.

nnn / 111 bis 333

Zahlencode der IEC-Klassifizierung für USV-Systeme. Er beschreibt das dynamische Ausgangsverhalten bei Betriebsartwechsel sowie bei linearen und nichtlinearen Lastsprüngen. Der Code 111 ist die günstigste Klasse.

O

Oberschwingung

Sinusförmiger Anteil einer nichtsinusförmigen Wechselgröße mit einer Frequenz als Vielfaches der Grundfrequenz. Siehe auch Klirrfaktor.

Oberschwingungsgehalt

Siehe Klirrfaktor.

Off-line-USV

USV, bei der Verbraucher im ungestörten Betrieb direkt aus dem Netz versorgt werden. Im Fehlerfall übernimmt der Wechselrichter die Versorgung aus der Batterie. Neue Klassifizierung: VFD.

On-line-USV

USV, bei der Verbraucher bereits im Normalbetrieb über Gleichrichter und Wechselrichter versorgt werden. Bei Netzausfall erfolgt die Versorgung unterbrechungsfrei aus der Batterie. Neue Klassifizierung: VFI.

Online-Dauerwandler

USV-Konzept, bei dem Netzspannung permanent gleichgerichtet und anschließend wieder in eine saubere Wechselspannung umgewandelt wird. Neue Klassifizierung: VFI.

Optokoppler

Bauelement zur galvanisch getrennten Signalübertragung über Licht.

P

Parallelanlagen

Siehe Mehrblockanlage.

Phasenregelung

Hält die Ausgangsspannung einer USV phasensynchron zur Netzspannung. Wichtig für unterbrechungsarme oder unterbrechungsfreie Umschaltung auf den Bypass.

Pulsbreitenmodulation (PWM)

Verfahren zur Erzeugung einer gewünschten Ausgangsspannung durch zeitlich unterschiedlich breite Schaltimpulse.

Pulsfrequenz

Frequenz, mit der Leistungsschalter in einem Stromrichter geschaltet werden.

Pulswechselrichter

Wechselrichter, der Gleichspannung durch hochfrequentes Schalten in Wechselspannung umformt. Filter reduzieren die Schaltfrequenzanteile und erzeugen eine sinusähnliche Ausgangsspannung.

PWM

Pulse Width Modulation. Siehe Pulsbreitenmodulation.

Q

Qualitätssicherung

Organisatorische und technische Maßnahmen, mit denen ein definierter Qualitätsstandard erreicht und gehalten wird.

R

Rackmount

USV-Anlage zum Einbau in 19-Zoll-Racks.

Redundanz

Vorhandensein von mehr als einer Möglichkeit zur Erfüllung einer geforderten Funktion.

Redundanzgrad

Beschreibung, wie viele Elemente eines Systems redundant vorhanden sind und wie viele zur Funktionserfüllung benötigt werden.

Relaiskontakte

Schaltkontakte, die auch höhere Spannungen oder Ströme schalten können. Siehe auch potentialfreie Kontakte.

Reparaturrate

Umkehrwert der mittleren Ausfallzeit oder Reparaturzeit, je nach Betrachtungsmodell.

Rotierende USV

Siehe dynamische USV.

RPA - Redundant Parallel Architecture

Konzept zur fehlertoleranten Parallelschaltung von USV-Anlagen, bei dem kritische Elemente und Funktionen redundant verfügbar sind.

RS232

Serielle Schnittstelle zum Datenaustausch zwischen USV und PC oder Server.

Rückwirkung

Siehe Netzrückwirkung.

S

S

Kürzel der IEC-Klassifizierung für sinusförmige Ausgangsspannung mit Verzerrung unter 0,08. Weitere Kurvenform-Kürzel sind X und Y.

Schalldruckpegel

Maß für die Geräuschstärke einer USV-Anlage, üblicherweise in dB(A) angegeben.

Schiefbelastbarkeit

Fähigkeit eines Drehstromsystems, unterschiedlich belastete Phasen zu versorgen.

Schnittstellen

Kommunikationsinterfaces einer USV, zum Beispiel potentialfreie Kontakte, RS232, SNMP oder RJ45.

Selbstgeführter Stromrichter

Stromrichter, der keine fremde Wechselspannungsquelle zur Kommutierung benötigt. Wechselrichter in USV-Anlagen sind Beispiele für selbstgeführte Stromrichter.

SNMP

Simple Network Management Protocol. Protokoll zur Überwachung und Verwaltung von Netzwerkgeräten, auch für USV-Systeme.

Spannungsspitzen

Siehe Transienten.

Spannungstoleranz der USV-Ausgangsspannung

Zulässige Abweichung der Ausgangsspannung im statischen und dynamischen Betrieb. Ein wichtiges Qualitätsmerkmal ist die Zeit, in der eine Laststoß-bedingte Abweichung ausgeregelt wird.

Spikes

Kurzzeitige Spannungsspitzen. Siehe Transienten.

Standby

Betriebsform einer Off-line-USV.

Statische USV

USV aus Stromrichtern, Schaltern und Batterien ohne rotierende Maschine. Sie soll bei Netzausfall eine beständige Versorgung sicherstellen und gegebenenfalls die Energiequalität verbessern.

Statischer Bypass

Elektronische Umschalteinrichtung, meist mit Thyristoren, für den Bypass-Zweig.

Stressfaktor

Einflussgröße auf die Zuverlässigkeit von Bauelementen, zum Beispiel Temperatur, Umgebung oder elektrische Belastung.

Strombegrenzung

Regeltechnische Begrenzung zu hoher Ströme zum Schutz von Halbleiterbauelementen.

Stromconditioner

Gerät oder Funktion zum Ausgleich von Spannungsschwankungen. Wird auch Line Conditioner genannt.

Stromrichter

Gerät, das Gleichstrom in Wechselstrom oder Wechselstrom in Gleichstrom umformt.

Stromscheitelfaktor

Siehe Crestfaktor.

Stützzeit der Batterie

Siehe Überbrückungszeit.

Surge Protection

Überspannungsschutz oder Überspannungsschutzeinrichtung.

Switching Power Supply

Getaktetes Netzteil mit schnell schaltenden Transistoren. Solche Verbraucher nehmen häufig impulsförmige Ströme auf.

Synchronisierbereich

Toleranzbereich, in dem die Wechselrichterfrequenz mit der Netzfrequenz synchronisiert werden kann. Außerhalb dieses Bereichs arbeitet der Wechselrichter eigentaktet und ein Bypass-Betrieb kann eingeschränkt sein.

T

Taktfrequenz

Frequenz, mit der ein Zweig einer Stromrichterschaltung periodisch geschaltet wird.

Teilparallel-USV

USV mit parallel arbeitenden Wechselrichtern und gemeinsamer Batterie, gemeinsamem Gleichrichter oder gemeinsamer Gleichrichterkombination.

Teilredundante USV

USV mit Redundanz bei Wechselrichtern oder anderen Komponenten.

Thyristorschalter

Elektronischer Schalter, der in USV-Anlagen häufig im Bypass-Zweig eingesetzt wird und Lasten sehr schnell auf direkte Netzspeisung schalten kann.

Total Harmonic Distortion (THD)

Gesamtverzerrung durch Oberschwingungen. Siehe Klirrfaktor.

Transienten

Kurzzeitig auftretende Überspannungen im Mikrosekundenbereich, verursacht zum Beispiel durch Kurzschlüsse, Schaltvorgänge oder Blitzeinschläge.

Trenntransformator

Transformator zur galvanischen Trennung zweier Stromkreise.

U

Umgehung

Genormter Begriff für einen alternativen Strompfad, der heute meist als Bypass bezeichnet wird.

Umkehrstromrichter

Stromrichterkonzept, das Gleich- und Wechselrichterbetrieb in einem Stromrichter zusammenfasst. Technisch ist sorgfältig zu prüfen, ob ein solches Konzept die Anforderungen einer USV erfüllt.

Umschalteinrichtung

Einrichtung zur Umschaltung der Verbraucher vom Netz auf den Wechselrichter oder umgekehrt.

Umschaltzeit

Zeitspanne zwischen Einleitung und Ausführung einer Umschaltung.

Unterbrechungszeit

Zeitspanne, während der die Ausgangsspannung unterhalb des zulässigen Toleranzbereichs liegt. Sie ist größer als die Umschaltzeit und hängt von der Regelung ab.

UPS

Uninterruptible Power Supply, englische Bezeichnung für USV.

USV

Unterbrechungsfreie Stromversorgung. Grundkonzepte sind Off-line-USV (VFD), Line-Interactive-USV (VI) und Online-USV (VFI).

USV-Block

USV-Einheit mit mindestens Gleichrichter, Wechselrichter, Batterie oder anderem Energiespeicher, die mit anderen Blöcken parallel oder redundant betrieben werden kann.

Überbrückungszeit

Mindestzeitspanne, für die die USV die Last bei Ausfall der Wechselstromversorgung aus vollständig geladenen Energiespeichern versorgt.

Überwachungs- und Diagnosesystem

System zur Fehlersuche, Ereignisaufzeichnung und Überwachung wichtiger USV-Daten wie Spannungen, Ströme, Frequenzen, Leistungen und Meldungen.

V

VBG 4

Historische Unfallverhütungsvorschrift für elektrische Anlagen und Betriebsmittel. Heute sind aktuelle DGUV- und VDE-Regelwerke zu beachten.

Verfügbarkeit

Wahrscheinlichkeit, ein reparierbares System zu einem Zeitpunkt funktionsfähig anzutreffen. Näherungsweise: A = MTBF / (MTBF + MDT), wenn Wartung und Logistik nicht betrachtet werden.

Verlustleistung

Wirkleistung, die in einem Bauelement oder Gerät in Wärme umgesetzt wird.

Verschiebungsfaktor

Siehe Leistungsfaktor.

Verschleißausfall

Ausfall infolge Abnutzung. In statischen USV-Anlagen betrifft dies in der Praxis häufig mechanische Teile wie Lüfter.

VFD

Voltage and Frequency Dependent: IEC-Klassifizierung für USV-Anlagen, deren Ausgang von Spannung und Frequenz des Netzes abhängig ist.

VFI

Voltage and Frequency Independent: IEC-Klassifizierung für USV-Anlagen, deren Ausgangsspannung und Ausgangsfrequenz unabhängig von Schwankungen auf der Eingangsseite sind.

VI

Voltage Independent: IEC-Klassifizierung für USV-Anlagen, bei denen die Ausgangsspannung stabilisiert wird, während die Ausgangsfrequenz der Eingangsfrequenz folgt.

W

Wartungsbypass

Manuelle oder mechanische Umgehung, über die eine USV für Wartungsarbeiten aus dem Lastpfad genommen werden kann.

Wechselrichter

Stromrichter, der Gleichspannung in Wechselspannung umformt. In USV-Anlagen erzeugt er die Ausgangsspannung für die angeschlossene Last.

Wiederaufladezeit

Mindestzeitspanne, die zur vollständigen Aufladung entladener Energiespeicher unter festgelegten Betriebsbedingungen benötigt wird.

Wirkungsgrad

Verhältnis von Ausgangsleistung zu Eingangsleistung unter festgelegten Betriebsbedingungen.

X

X

Kürzel der IEC-Klassifizierung für sinusförmige Kurvenform bei linearer Last, bei nichtlinearer Last jedoch mit Verzerrung größer als 0,08 oder mit herstellerseitig zu beachtenden Einschränkungen.

Y

Y

Kürzel der IEC-Klassifizierung für nicht sinusförmige Ausgangsspannung, die Grenzwerte nach IEC 61000-2-2 überschreiten kann.

Z

Zufallsausfall

Nicht vorhersehbarer Ausfall eines Systems oder Bauteils ohne offensichtliche Vorankündigung. Geeignete Betriebsbedingungen können die Wahrscheinlichkeit reduzieren.

Zuverlässigkeit

Qualitätsmaßstab, der die Ausfallgefährdung von Systemen, Geräten oder Bauteilen statistisch beschreibt. Siehe MTBF.

Zuverlässigkeitsberechnung

Berechnung oder Abschätzung der Lebensdauer und Funktionsdauer elektrischer Module, Geräte oder Anlagen.

Zwischenkreis

Verbindungsglied zwischen Gleichrichter und Wechselrichter mit Glättungs- und Messeinrichtung sowie Batterieanschluss.

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