Die Antwort im Detail
Die 1.000-Watt-Angabe am Netzteil ist in der Regel dessen maximale Ausgangsleistung, nicht der dauerhafte Stromverbrauch des Servers. Ein System kann im Leerlauf nur einen Bruchteil davon aufnehmen und unter Rechenlast deutlich höher liegen. Für die USV-Auslegung ist deshalb die reale Leistungsaufnahme am Netzeingang wichtiger als die reine Netzteilklasse.
Bei bestehender Hardware lässt sich die Last über geeignete Messgeräte, eine gemessene PDU, vorhandenes Monitoring oder belastbare Herstellerdaten erfassen. Dabei sollten typische Last, erwartete Spitzen und ein realistisches Wachstumsszenario betrachtet werden. Bei redundanten Netzteilen darf außerdem nicht einfach jede Nennleistung vollständig addiert werden; entscheidend ist das tatsächliche Versorgungskonzept.
ERREPI kann anhand einer Lastliste oder Messung ein passendes OnPower-Modell und eine sinnvolle Reserve bestimmen. Eine knappe Dimensionierung nur nach einem momentanen Leerlaufwert ist ebenso ungeeignet wie die Addition sämtlicher maximaler Netzteilwerte.
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